Sep 11
Erpressungstrojaner GandCrab

Erpressungstrojaner GandCrab

Der neueste Erpressungstrojaner kommt via Bewerbung ins Firmen-Postfach​​​​​​​​​​​​​​​

Zur Zeit sind wieder vermehrt gefährliche Mails in Umlauf. Das trojanische Pferd im Email-Postfach - auch Gandcrab genannt - bezieht sich auf gefälschte Bewerbungsmails an Firmen. Personaler und andere Verantwortliche sollten Vorsicht walten lassen und die Dateianhänge von eingehenden Bewerbungen vor dem Öffnen zuerst überprüfen. Der bloße Empfang der Fake-Bewerbungen ist dabei erstmal unproblematisch.

Erst beim Öffnen des Anhangs wird es dann gefährlich. Im Dateianhang sind meistens ein Bild und ein Zip-Archiv zu finden und in letzterem befindet sich der Erpressungstrojaner in Form einer .exe-Datei. Die .exe-Datei sollte auf keinen Fall geöffnet bzw. ausgeführt werden - andernfalls wird der Computer infiziert.

Gandcrab verschlüsselt die auf dem PC gespeicherten Dateien, die danach die Dateiendung ".krab" aufweisen. Mit den gesperrten Dateien ist nichts mehr anzufangen, es sei denn man bezahlt das von den Erpressern geforderte Lösegeld. Erst nach Bezahlung der Summe rücken die Cyber-Kriminellen dann den Schlüssel heraus, mit dem die Daten wieder freigegeben werden können.

Lösegeld bezahlen: Ja oder nein?

Laut LKA (Landeskriminalamt) und einigen Experten soll man das Lösegeld auf keinen Fall zahlen und sich erstmal an die zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Polizei wenden.

Wie kann man die gefälschten Mails erkennen?

Generell sind die betrügerischen Mailings immer besser gemacht und auch offensichtliche Fehler sind seltener. Woran man allg. Betrug-Mailings erkennt, haben wir im Beitrag Wie falsche Chefs und "Fake-Präsidenten" ganz bequem an Millionen kommen näher erläutert. Auf jeden Fall ist man mit einer guten Sicherheitslösung am besten beraten.

Als sich die Nachricht über die Erpressungstrojaner verbreitet hat, haben bereits 37 von 67 Scannern bei der betroffenen Datei Alarm geschlagen (darunter waren u.a. Avira, Kaspersky und Bitdefender). Die Mails erkennt man durch typische Betreff-Phrasen wie "Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle - Hannah Sommer" o.ä.

Ransomware Emails GanCrab

Aktuell konzentrieren sich die Mail-Angriffe angeblich nur auf Windows-PCs in Unternehmen. Linux oder macOS Betriebssysteme sind derzeit nicht bedroht. 

Gerade die Antiviren-Schutz Software aus Rumänien Bitdefender gilt als äußerst effektiv im Schutz gegen neuste Bedrohungen aus dem Internet und noch unbekannte Bedrohungen. Besonders der Phishing- und Spam-Schutz für Exchange-Mail-Server sind hier hervorzuheben.

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Wie bekomme ich meine verschlüsselten Daten wieder?

Im Moment gibt es noch keine kostenlose Entschlüsselungs-Software, man kann aber auf der Webseite von ID Ransomware Dateien hochladen und identifizieren lassen. Somit kann man zumindest prüfen, ob es zu einer bestimmten Datei schon einen bekannten Weg gibt die gesperrten Dateien wieder zu entschlüsseln.

Sowohl Firmen als auch private Nutzer sollten regelmäßig Backups von ihren Daten machen, damit diese im Falle einer Infektion einfach wieder zurück auf den PC gespielt werden können. Dabei ist zu beachten, dass der Backup-Speicher nicht an einem Computer angeschlossen bzw. mit dem Netzwerk verbunden ist. 

Ganz allgemein gilt natürlich: Anhänge in E-Mails sollten nicht einfach unüberlegt geöffnet werden. Ebenso wenig ratsam ist es natürlich, auf dubiose Links zu klicken.

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